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I'm Coming Home

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Produktbeschreibungen

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Die melancholische Spielart des Alternative Country hat nun auch in Norwegen Fuß gefasst und in Thomas Hansen, einem exzentrischen ehemaligen Briefträger und selbst ernannten Heiligen, einen glaubhaften Interpreten gefunden.

Auch wenn er am Anfang von "I'm Coming Home" mit sanfter Stimme singt: "I've never seen a cowboy before", zelebriert er seine wohlige Schwermut auf unverkennbar country-typische Art. Allerdings bereichert Hansen das Genre um eine erfrischend eigenwillige Variante: Neben überschwänglichen Jodeleinlagen ist hier eine Reihe von Rhythmusinstrumenten zu hören, wie es sie nur in der bizarren, aber wunderbaren Welt von St. Thomas gibt; die beklemmende Einsamkeit der nordamerikanischen Prärie wird in der arktischen Tundra nachempfunden -- das Ergebnis beeindruckt.

I'm Coming Home ist auf sonderbare Weise ergreifend, aber nicht gewollt skurril, und in einem von Konventionen eingeengten Stilbereich sollte man für diese neue Stimme dankbar sein. Hansen ist fest verwurzelt in dem klassischen Material von Neil Young, und hier und da erinnert dieses eigenartig anrührende Album an die kargen, country-nahen Songs Will Oldhams. Wie singt Hansen in "Into the Forest" so treffend: "Yes I'm special, but it hurts." --Ben Clancy

Rezension

St. Thomas - keine Stadt, nicht heilig, sondern eine Band; noch genauer: eine norwegische, deren Vorsitz: Thomas Hansen. Norwegen - mittlerweile schon wie ein kleiner Hype. Neben altgedienten Konsens-Stars wie Motorpsycho oder Midnight Choir kamen unlängst aus verwandten Gefilden neue Größen wie Röyksopp oder die Kings Of Convenience auf. Die Textlast letzterer und der allgemein vorherrschende Tiefgang der Sounds finden sich auch bei Thomas Hansen wieder - er hat ja auch Erfahrung a.k.a. ist schon lang dabei: Zum einen durch die Arbeit mit seinem kleinen Label Indie Racing Junior, zum anderen durch seine inzwischen aufgelöste Band Emily Lang. In Norwegen sind St. Thomas durch Auftritte mit Madrugada im letzen Herbst nun auch kein unbeschriebenes Blatt mehr, Charterfolge mit ihrem Debüt "I'm Coming Home' kamen da wie von selbst. Here wir gehen: Wenn Freunde im Licht des Kamins musizieren ..., dann, ja, dann muss es zu einem solchen Album kommen. In Szene gesetzt wird das mit einer Art klassischem Gitarrenfolk, bei dem Banjo oder Geige nicht fehlen - so erinnert "I'm Coming Home' an Balladen der Sechzigerjahre. Es lassen die frühen Bob Dylan und Neil Young grüßen - letzterer ganz besonders, denn Thomas Hansen besitzt sie, diese reichlich Young'eske Stimme. Zerbrechlich, brüchig, persönlich. Mit dieser gewissen Melancholie, die an das skandinavische Natur-Mysterium denken lässt - und zwar das volle Programm: Flüsse, Wälder, Einsamkeit. Der Song "Into The Forest' beschreibt dieses Panoramahafte fast kanonisch. Und mit "A Bottle Of Wine' erzählen St. Thomas dann von der anderen Seite: Der Mensch betritt die Welt, Begegnungen finden statt, wobei ihre Soziotope schlicht und kitschlos ohne Euphemismen strahlen. Bei mehrmaligem Hören wird das immer schöner.

Nadine Gräser / Intro - Musik amp; so
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